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Fake Profil

Was ist ein Fake Profil?

Ein Fake-Profil enthält persönliche Angaben (Alter, Geschlecht, Beruf etc.) über eine Person, die in Wirklichkeit diese Profil aber nie erstellt hat. Die Realität entspricht also nicht der Wahrheit. Zumeist sollen die Fake-Profile dazu dienen, potenzielle Opfer für Betrugsmaschen anzuziehen, um die Opfer zur Zahlung von Geld zu bringen. Solche Profile werden auch erstellt, um um anonym andere Menschen unerkannt beleidigen zu können (Hate Speech).

Rechtlicher Hintergrund

Wer ein Fake-Profil dazu nutzt, andere Personen zu betrügen oder zu beleidigen, begeht damit häufig eine Straftat. Eine Beleidigung ist bspw. nach §§ 185 bis 187 StGB strafbar. Eine Betrugsstrafbarkeit kann sich aus § 263 StGB ergeben. Auf zivilrechtlicher Seite (also auf der Ebene Verbraucher gegen Verwender des Fake-Profils) kann der Geschädigte, also dessen Daten widerrechtlich benutzt werden, gegen den Verwender vorgehen.

Welche Ansprüche kann ich geltend machen?

Zunächst können Sie die Nutzung unterbinden. Gegen den Ersteller des Fake-Profils haben Sie zunächst einen Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch, aber auch Schadensersatzansprüche auf Zahlung einer Geldsumme. Sofern eine Widerholungsgefahr besteht (was zumeist vorliegt), können Sie den Verwender abmahmen und zu Unterlassung auffordern. Ob ein solcher Anspruch überhaupt besteht, können Sie gerne von unserem Anwaltsteam in einem Erstberatungsgespräch klären lassen.

Da jedoch in aller Regel der Verwender bzw. der Ersteller des Fake-Profils nicht erreichbar oder aufzufinden ist, lohnt es sich aus rechtlicher Perspektive eher den Host des Fake-Profils in Anspruch zu nehmen. Wer ist das? - Das ist der Betreiber der Plattform oder des Netzwerks, auf dem das Fake-Profil erstellt wurde und benutzt wird. Also in der Regel die sozialen Netzwerke Facebook, X (früher Twitter), Instagramm und Co., aber auch Dating-Plattformen wie Tinder, Lovoo, Parship, Elitepartner und Co.  Die Betreiber der Plattformen sind in der Regel verpflichtet, auf Verlangen des Rechtsinhabers der Daten, also Sie, das Fake-Profil zu entfernen, wenn dessen Authenzität nicht festgestellt werden kann.

Das Vorgehen gegen die Netzwerk- und Plattformbetreiber bleibt jedoch meistens ohne Erfolg, da die Erfahrung gezeigt hat, dass die Kontaktierung des Kundensupports der entsprechenen Plattform keine ausreichende und schnelle Hilfe gewährleisten kann. Auch wenn zunächst durch die Plattformbetreiber die Daten wie Foto oder Personalausweis des Betroffenen aufgenommen wird, passiert danach meistens nichts mehr.

Die Konaktierung durch einen Anwalt hingegen lässt die Beteiligten nach unserer Erfahrung jedoch schnell aktiv werden und das Profil wird schnell gelöscht. Sofern Sie ein Fake-Profil von sich auf einer Plattform entdeckt haben und der Support ihrem Anliegen nicht nachkommt, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, wir helfen gerne - vor allem vor dem Hintergrund, dass aufgrund er Hochsensibität dieses Problems ein schnelles Handeln oft unabdingbar ist. Wir beraten Sie gerne zu den Erfolgsaussichten des Verfahrens.

Wer übernimmt die Kosten eines Verfahrens gegen die Schädiger bzw. die Plattformen?

Hierbei verweisen wir gerne auf unseren allgemeinen Informationen. Aber schonmal vorweg: Grundsätzlich trägt die Kosten der Anspruchsgegner und Verlierer des Verfahrens, also der Verwender des Fake-Profils oder die Plattform. Sofern Sie gewinnen, zahlen Sie am Ende des Tages also nichts. Sie können auch Prozesskostenhilfe beantragen.

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